Erfolgreicher Infoabend für Interessenten im Einfamilienhaus-Bau: „Wohnraum neu denken: bezahlbar Bauen mit Holz" am 15. Juli 2026

Holz ist eines der ältesten Baumaterialien und wird schon seit Jahrtausenden für den Bau von Häusern verwendet. Der Holzhausbau beginnt in der Steinzeit mit sogenannten Pfostenbauten oder Pfahlbauten.
Bei dieser Bauweise werden Stämme als Pfahl in den Boden gesteckt, was allerdings sehr instabil war. So waren diese Hütten nicht höher als ein Stockwerk und konnten nur leichte Dächer aus Schilf oder Stroh tragen.
In der Jungsteinzeit wurden die Häuser auch häufig in Ufernähe errichtet, wo die Stämme in den Seeboden gerammt wurden. Dadurch konnten sie sich gut vor Gefahren wie wilden Tieren schützen. Aufgrund der Feuchtigkeit litt das Holz allerdings und so wurden Pfahlbauten meist nicht älter als 30 Jahre.
Im alten Griechenland, Rom und Ägypten wurde Holz neben dem Bau von Häusern auch für den Schiff- und Tempelbau verwendet. Diese verfügten schon ca. 3.000 v.Chr. über sehr fortgeschrittene Holzbautechniken, unter anderem Vorläufer des europäischen Fachwerkbaus.



Der aus der Antike bekannte Fachwerkbau etablierte sich im 12. bis 13. Jahrhundert auch in Mitteleuropa. Damit revolutionierte sich der Holzbau. Die Holzstützen wurden nun nicht mehr wie bei den Pfahlbauten in den Boden eingegraben, sondern auf feste Unterlagen wie Stein gebaut.
Fachwerkhäuser wurden zu einer charakteristischen Bauform, bei der Holzbalken in einem Gittermuster verbunden wurden und mit Lehm oder Ziegeln ausgefacht waren. Diese Bauweise ermöglichte es, große, offene Räume zu schaffen und war weit verbreitet in Städten und Dörfern. Durch dieses Umdenken und viele neue statische Veränderungen erreichten die Häuser eine hohe Lebensdauer, sodass einige sogar heute noch zu bewundern sind.
Bis ins 15. Jahrhundert wurden viele Modifizierungen, wie das Einsetzen schräger Streben, vorgenommen, um die Stabilität und Standhaftigkeit der Bauwerke weiter zu erhöhen.
Im 18. Und 19. Jahrhundert fand die Popularität der Fachwerkhäuser ein vorzeitiges Ende. Sie galten als besonders brandgefährdet und ihr Image veränderte sich. So wurde es bis in 20. Jahrhundert als Zeichen von Armut empfunden, wenn man in einem Fachwerkhaus wohnte.
Aus diesen Gründen wurde das Fachwerkhaus im 19. Jahrhundert nach und nach von Mauerwerksbauten abgelöst. Mit der weiter fortschreitenden Industrialisierung wurde Holz als Baustoff im Tragwerkbau immer weniger und seltener verwendet.
Es kamen neue Technologien und Herangehensweisen auf, die auch den Holzhausbau revolutionierten. Die Einführung von Dampfmaschinen und anderen Maschinen ermöglichte die Massenproduktion von Holzbauteilen. Die Einführung von Sägewerken erlaubte zudem die Entwicklung von neuen Materialien wie Sperrholz oder Spanplatten.
Holz als Baumaterial wurde zwar nicht mehr im Tragwerkbau verwendet, doch fand große Popularität in vorgefertigten Holzhäusern, da sie kostengünstig hergestellt und schnell aufgebaut werden konnten.



Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden im Holzhausbau viele innovative Techniken und Materialien eingeführt. Der Einsatz von Holz als Baustoff wurde weiterentwickelt, um den Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ästhetik gerecht zu werden. Ingenieure und Architekten begannen, Holz in Kombination mit anderen Materialien wie Glas und Stahl zu verwenden, um moderne und ökologisch nachhaltige Gebäude zu entwerfen.
Im 21. Jahrhundert erlebt das Bauen von Holzhäusern eine Renaissance. In einer Welt der kontinuierlichen Modernisierung und Urbanisierung sehnen sich viele Menschen nach einer Rückkehr in die Natur.
Zudem ist Holz der einzige nachwachsende Rohstoff. Als CO2-Speicher ist Bauen mit Holz somit nicht nur nachhaltig, sondern auch klimaschützend. Aus diesem Grund sehen viele im Holz die Zukunft des Hausbaus.
Die Verwendung von Holz in der modernen Architektur reicht von kleinen Wohnhäusern bis hin zu imposanten Hochhäusern. Neue Bautechniken wie das Brettsperrholz ermöglichen es, große, massive und stabile Strukturen aus Holz zu errichten, die traditionelle Baumaterialien in vielen Anwendungen ersetzen können. Aufgrund der enormen Tragfähigkeit und Stabilität von Massivholz, können nun auch mehrstöckige Hochhäuser vollständig aus Holz gebaut werden.
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